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    Wohnqualität contra Toleranz???

    Von Christoph Korndoerfer, 04.04.2011.

    In der letzten Sitzung des Stadtteilbeirates kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung über die Frage, ob die Sperrgebietsverordnung (also das Verbot der Straßenprostitution) in St. Georg durchgesetzt werden solle.

    Da haben wir sie also wieder: Die alte Diskussion zwischen genervten Anwohnern und den Einrichtungen, die sich professionell um die Belange der Prostituierten kümmern.

    Wie schon regelmäßig in den vergangenen Jahren wird wieder einmal die Frage aufgeworfen, ob die Prostituierten den Interessen der Bürger zu weichen haben, oder ob die Existenz von Prostitution und Rotlicht-Gewerbe in St. Georg geduldet werden müsse.

    Der Bürgerverein hat sich immer eindeutig positioniert: IM ZWEIFEL haben die Interessen der Anwohner Vorrang, da St. Georg als Wohnstandort erhalten bleiben soll.

    Das heißt allerdings nicht, dass ein Nebeneinander nicht möglich ist.

    Die meisten Bewohner von St. Georg- und das gilt auch für die meisten Anwohner des Hansaplatzes- haben keine Probleme mit der Existenz von Prostitution im Stadtteil. Es wäre vermutlich naiv, anzunehmen, St. Georg könnte in naher Zukunft frei sein von Prostitution und Drogen. Aber das erwarten auch nur die Wenigsten.

    Schwierig wird es erst, wenn eine Grenze überschritten wird, die ein Leben im Stadtteil- zumal mit Kindern- unerträglich macht.

    In der Vergangenheit ist dieser Ausgleich eigentlich immer gelungen und dies ist nicht zuletzt den Mitarbeiterinnen von Einrichtungen wie Ragazza und Café Sperrgebiet zu verdanken. Sie haben es geschafft, zwischen den Interessen und Problemen der von ihnen betreuten Frauen und den Interessen der Anwohner zu vermitteln. Die überwiegende Zahl der Bewohner St. Georgs haben gelernt den Frauen mit Toleranz zu begegnen, auch wenn sie oft genervt waren.

    Zumindest bei den drogenabhängigen Mädchen und Frauen, die in der Vergangenheit überwiegend auf den Straßen um den Hansaplatz standen, hat das immer ganz gut geklappt.

    In den vergangenen Monaten hat sich die Situation aber verändert. Das Bild wird zunehmend von organisierten Prostituierten aus Osteuropa bestimmt, die offensichtlich durch Menschenhändlerringe nach Hamburg gebracht werden.

    Angesichts dieser Strukturen erscheint es fraglich, ob ein Ausgleich noch möglich ist.

    Es ist keine Frage, dass auch diese Frauen Opfer eines miesen Geschäfts sind, aber wen will man/ frau zur Schlichtung ansprechen?

    Spätestens im Umgang mit professionellen Zuhältern- woher auch immer sie stammen- versagt vermutlich jede Vermittlung. Niemandem ist zuzumuten sich mit organisierten Banden auseinander zusetzen, abgesehen davon, dass dies sicher auch nicht zu empfehlen ist.

    Das Problem kann dann leider nur noch zur Aufgabe von Polizei und Politik werden, die die Interessen der Anwohner dann auch repressiv gegenüber dem Gewerbe vertreten.

     
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