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    Flucht

    Von Martin Streb, 22.12.2016.

    Wie kommen wir dazu gerade zur Weihnachtszeit über Flucht nachzudenken? Ja auch Maria und Josef mussten nach der Geburt von Jesus nach Ägypten fliehen. Flucht ist in Thora, Bibel, Koran ein häufiges Thema. Wir denken dabei nicht an Flucht in Arbeit, Krankheit, Alkohol, Drogen. Wir denken an Flucht aus Not und Zwang.

    Historisch belegt gab es Flucht zu allen Zeiten. Menschen mussten und müssen fliehen, nicht weil sie einfach woanders sein wollen. Sie fliehen aus bedrohlichen und unerträglichen Situationen. Manche Fluchten sind spontane Reaktionen, manche sind nach langen schmerzhaften Prozessen als unvermeidlich geplant. Immer bedeutet Flucht den Verlust der bekannten Welt, Verlust der Familien, der Freunde ja auch der Kultur. Es folgt der Schock des Neuen, das auf den oder die Geflüchteten einstürzt. Häufig kommt dann noch die Ablehnung in der neuen Gesellschaft hinzu. Flucht ist kein Abenteuerspiel sondern bitterer Ernst, Bedrohung, Angst, und immer häufiger Verlust des Lebens.

    Heute und gerade jetzt sehen wir bei uns die geflohenen Menschen, die Weihnachten nicht in einer liebevollen Umgebung erleben können. Das gilt auch für die Menschen muslimischen oder anderem Glaubens. Sie können sich „unserem“ Fest nicht entziehen.  Zu mächtig sind die öffentlichen und auch ganz privaten Vorbereitungen.  Den Konsumdruck, die Überzuckerung der ganz prosaischen Geschäfte, die kommerzielle Beschallung und Beduftung sind für alle auch die Geflüchteten unausweichlich.

    Noch ein Wort zu dem unsäglichen Stempel „Wirtschaftsflüchtling“. Das ist eine unerträgliche Abwertung der Menschen, die aus katastrophalen Lebensbedingungen für ihre Familien und Kinder auf der Flucht sind. Die wegen schierem Hunger ihrer Familien und Kinder, oder aus Welten ohne Perspektiven, ohne Chancen auf Schulbildung und Gesundheit ihre Heimat verlassen haben. Sie sollten für ihren Mut geehrt werden, weil sie die Risiken und Entbehrungen auf sich nehmen für andere, ihnen liebe Menschen. Sie handeln schlicht human. Sicher manche handeln auch für sich, für das eigene Leben. Aber ist das bei jungen Menschen ohne sinnvolle Zukunftsperspektive nicht nachvollziehbar? Würden wir das auch machen?

    Einige Menschen aus dem Bürgerverein zu St. Georg und mit ihnen eine ganze Gruppe von Freundinnen und Freunden versuchen den schwächsten der Flüchtlinge, den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, ein wenig zu helfen. Ein Tropfen auf dankbare Steine. Wir wissen von vielen ähnlichen Initiativen und vielen Einzelpersonen, die Bemerkenswertes leisten. Es sollten aber immer mehr hinzustoßen, weil die meisten Flüchtlinge ohne Unterstützung bleiben müssen, bei ihrem Weg in eine fremde Welt, Sprache, Kultur.

    Weihnachten das Fest der Liebe zu den eigenen lieben Menschen. Es gibt es, wir wollen es nicht missen. Wie mag es auf die Menschen der Flucht ausstrahlen?

    Allen unseren Freundinnen und Freunden wünschen wir ein fröhliches, ja eventuell sogar ausgelassenes Weihnachtsfest, das nicht ohne besinnliche Gedanken bleiben möge, Gedanken auch zum Thema Flucht in all seinen Facetten.

    Martin Streb

     
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