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    Bemalte Wände

    Von Martin Streb, 27.08.2016.

    Es gibt immer wieder schöne Überraschungen. So ist für uns unerwartet nach dem Abbruch des Bürogebäudes Koppel 43 im Hofbereich ein wunderbares und sehr großes Wandbild sichtbar geworden. Es ist an die Brandwand zum eingeschossigen Anbaus von Koppel 53 (CVJM) gemalt worden. Eine historische oder politische Botschaft transportiert es nicht. Es hat eher surrealistische Züge und wirkt heiter. Nach einer Jahreszahl zu urteilen, scheint es von 1983 zu stammen. Leider ist es etwas ausgeblichen. Wie kann es geschützt werden? Bleibt es nach dem Neubau erhalten und für wen auch immer sichtbar?

    Im öffentlichen Raum wirksam sind drei wichtige Wandbilder. Sie vermitteln auf künstlerisch sehr gekonnte und hochwertige Weise historisch politische Zusammenhänge. Gestaltet hat sie Hildegund Schuster.

    Es gibt weitere von Künstlerinnen- oder Künstlerhand geschaffene Werke an unseren Hauswänden. Dazu zählen unter anderen das Rentnerpaar in der Koppel, ein Reißverschluss an der Lohmühlenstraße, ein Ritter St. Georg, die Eingangswand in die St. Georg-Straße, Blumen, ein bemaltes Minarett, der Hinweis auf die Zentrumsmoschee, der Durchgang zum kunsthandwerkerhaus, es gibt wohl noch mehr zu entdecken. Alle diese Bilder erfreuen die meisten von uns. Sie regen zum Nachdenken oder zur Diskussion an.

    Einige Wandbilder sind schon wieder verschwunden. Besonders bitter ist der Verlust der riesigen Darstellung zur Geschichte des Wohnens an der Brandwand Stiftstraße 20. Die von Schülern der Klosterschule geschaffenen Fußballer sind hinter dem Neubau an der Langen Reihe 110 versteckt. Aber auch neue Bilder werden erwartet. Das prominenteste ist schon zweimal im Stadtteilbeirat vorgestellt worden. Es soll demnächst zur Geschichte St. Georgs an das Gebäude Lange Reihe 3 angebracht werden und die zurzeit dort schreiende übergroße Werbung ersetzen.

    Schwieriger ist es mit den sogenannten Graffiti. Es sind schlicht Schmierereien oder aber sogar Kunstwerke. Sie sind d fröhlich oder agitatorisch. Auf jeden Fall sind sie nach Technik und Inhalt sehr vielgestaltig. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ohne private oder öffentliche Genehmigung fabriziert oder geschaffen wurden. Es handelt sich in der Regel als Sachbeschädigung durchaus um Straftaten. Ihre Verfolgung ist jedoch müßig und eine Sisyphusarbeit. Aber wie gesagt einige haben als „streetart“ künstlerischen Wert.

    Wir verbinden die Graffiti instinktiv mit Jugendprotesten oder Mutproben. In Wikipedia wird man aber finden, dass es das Phänomen der Graffiti schon seit Jahrtausenden gibt. Dort findet man oder frau eine wissenschaftliche Kategorisierung ihrer sehr unterschiedlichen Techniken und Inhalte. Die modernen Graffiti sind inzwischen Studienobjekte der Kunsthistoriker. Manche werden demontiert und in Museen gezeigt.

    Dennoch können viele – manche meinen die allermeisten- nicht ernsthaft als kulturelle Artefakte erkannt werden. Sehr viele bleiben ärgerliche Verunstaltungen unserer Gebäude und Straßen. Sie werden mit ganz erheblichem Kostenaufwand z.B. von der DB entfernt. Das egomane Gekritzel der persönlichen Zeichen an so vielen Orten wie möglich und das Übersprühen von Wandbildern gehört wohl doch in die volksmundliche Kategorie „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“.

    Die Graffitisind aus unseren öffentlichen Räumen sind nicht mehr wegzudenken. Betrachten wir sie also neugierig und kritisch, haben Freude an ihnen oder ärgern uns. Für dieses Heft haben wir Beispiele der künstlerischen Wandbilder sowie solcher und solcher Graffiti ohne Zuordnung und Wertung gesammelt. Mögen sie zu Entdeckertouren und zu lebhaften Diskursen über Sinn und Unsinn beitragen.

    Martin Streb

     
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