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    WAS IST ALT?

    Von Martin Streb, 01.07.2016.

    Dazu gibt es viele abgedroschene Antworten. Dennoch, es bleibt, das Altern ist unvermeidlich.

    Fußballer sind offensichtlich schon mit 30 alt und danach uralt. Per Gesetz sind wir mit 65 alt als Rentnerin und Rentner, mit der Aussicht der Verlängerung auf 67. Wie leben diese Alten, die statisch immer mehr und die immer fitter werden.

    In St. Georg hatten wir 5 große und angesehene sogenannte Heime für ältere Damen und Herren. Sie stehen in der Tradition der bereits im Mittelalter in St. Georg angesiedelten Krankenfürsorge. Gegründet sind sie als wohltätige Stiftungen meist im 19.Jahrhundert. Sie hatten klingende Namen wie Amalie Sieveking, Hartwig Hesse, Heerlein und Zindler, St. Bernhard und Sengelmann. Aber „Heime“ ? Wer will schon in einem Heim leben. Also wurden daraus die individuell sognannten „Häuser“. Einige gehören zu den Kleinodien der Architektur. Diese große Tradition wird immer noch fortgesetzt. Das heißt Anpassung und Wandel sind unausweichlich.

    Als Folge gibt es St. Bernhard nur noch als Alterswohnsitz für kirchliche Würdenträger, ist das Sengelmannhaus ganz neu gebaut worden, wird das Hartwig-Hesse-Stift zurzeit abgebrochen, um einer neuen Anlage mit vielen unterschiedlichen Wohnangeboten zu weichen und müssen wohl auch die Amalie-Sieveking-Stiftung und die Heerlein und Zindler-Stiftung über eine veränderte Zukunft nachdenken.

    Gesellschaft und Politik haben eine neue Devise ausgegeben. Sie lautet: “Selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter“. Es gibt in den „Einrichtungen“ keine Insassen mehr sondern nur noch Bewohnerinnen und Bewohner. Sie haben eigene Mietverträge und bestimmen, welche Leistungen sie an Hilfe im täglichen Leben oder in der Pflege in Anspruch nehmen möchten. Sie bleiben autonom.

    Die klassische Alten – oder Seniorenwohnanlage soll ausgedient haben. Sie bildete das vorhersehbare Altenleben in drei Stufen ab: weitgehend eigenständiges Wohnen, betreutes Wohnen und als Ende die Pflegestation. Alles vertraglich festgeschrieben. Heute sollen sehr verschiedene Lebens- und Wohnformen nebeneinander bestehen, die alle einzeln vertraglich geregelt werden. Das betreute Wohnen in der eigenen Wohnung ist dabei der wichtigste Baustein. Es soll den Menschen solange wie möglich erhalten bleiben. Daneben werden Wohngruppen von Alten in machen Gruppen sogar zusammen mit jungen Familien immer bedeutender. Allerdings ist diese Lebensform für nicht WG-erfahrene nicht immer die richtige Perspektive.

    Was aber, wenn die hinzuvereinbarten Hilfen nicht mehr ausreichen. Wenn Menschen bettlägerig oder sogar dement werden? Die Antwort sind dann Wohnpflegegruppen oder Dementenwohngruppen. Mehrere Seniorinnen und Senioren schließen sich zusammen und engagieren gemeinsam Rundumbetreuung, falls erforderlich sogar für 24 Stunden. Natürlich wird es zusätzlich auch weiterhin Pflegestationen geben für Kranke und weitgehend hilflose Menschen.

    Ein Wort zur Ehrenrettung der Wohnpflegeheime. Keineswegs sind die Menschen dort unglücklich. Ganz im Gegenteil, sie genießen die Umsorgung durch freundliches und gut ausgebildetes Personal. Das es hin und wieder weniger gute Versorgung und das die finanzierten Zeitfenster oft zu knapp bemessen sind, tut der im Ganzen positiven Beurteilung keinen Abbruch. Dabei ist nicht ohne Belang, dass das Personal meist stabil ist. Man/frau kennt sich. Die ambulanten Pflegdienste haben da oft ernste Probleme. Es kann sicher davon ausgegangen werden, dass die ambulanten Dienste hier zulegen werden, denn sie haben jetzt ernste Konkurrenzen.

    Der Wunsch der mehrwerdenden und immer fitter werdenden Alten so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben, ist nicht zu überhören und es ist gut, dass darauf von Politik und Gesellschaft reagiert wird.

    Martin Streb

     
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