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Bürgerverein zu St. Georg von 1880 e.V.

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    Tiere in St.Georg

    Von Martin Streb, 15.01.2016.

    Buntes St. Georg auch in der Tierwelt? Eine bunte Tierwelt mitten in der Metropole Hamburg in einem dicht bebauten Kiez? Geht das überhaupt? Ja und wie!

    Wer schon in den 40-zigern und 50-zigern in St. Georg war, erinnert sich an die schweren Kutschpferde die Eisblöcke und Bierfässer transportierten. Ihre für uns Kinder herrlich duftenden Pferdeäpfel wurden sorgfältig für Garten, Hof oder Balkon eingesammelt.

    Noch Anfang der 70-ziger standen am Kirchenweg die Backsteinruinen des Tattersalls, da wo dann die Wohnungen der BGFG gebaut wurden. Von uns wurden sie fälschlich Tattersaal genannt, denn im ersten Geschoss befand sich ein großer Reitsaal. Im Erdgeschoss waren die Ställe und Remisen untergebracht. In unserer Fantasie und wohl auch tatsächlich ritten die Damen und Herren über eine große Rampe hoch zu Ross in den Reitsaal. Die Tattersalle (es gab mehrere in Hamburg) waren zugleich Treffpunkte der bürgerlichen Gesellschaft. Erfunden und gebaut hat sie Mr. Tattersall aus London bereits 18-Jahrhundert.

    An der Koppel gab es noch bis in die 90-ziger die Kutscherhäuser und Pferdeställe der hochherrschaftlichen Bürgerhäuser An der Alster, deren letzte gerade abgerissen wurden. Aus den Ställen sind Garagen und Autowerkstätten geworden, von denen tatsächlich einige noch existieren. Auch die Galerie Hosenstall an der Ellmenreichstraße wurde von Arbeitspferden bevölkert. Soweit ein kleiner Rückblick in die Historie.

    Neuerdings bestaunen wir hin und wieder auf dem Hansaplatz und sogar in der Langen Reihe die rassigen Pferde der Polizeireiterstaffel.

    Neben diesen Großtieren gab es schon damals wie auch heute unendlich viele Haustiere, Katzen, Hunde, Kaninchen, Kanarienvögel, Hamster. Meerschweinchen etc.. Im ganzen Stadtteil waren die vielen Hundehaufen- Tretminen genannt- bei weitem nicht so beliebt wie die Pferdeäpfel früher. Eine intensive Kampagne hat die Hundehalterinnen und Hundehalter erzogen, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge in den kostenlosen Gassi-Beuteln zu beseitigen. Leider gibt es aber immer noch einzelne wenige, die ihre lieben Begleiter vor den Hauseingängen, den Läden und Restaurants ihre Haufen machen lassen und ohne Beseitigung derselben schnell weitergehen. Na toll und danke.

    Wir alle wissen, dass Hunde, Katzen, Kaninchen, Wellensitiche und andere Tiere für Alt und ganz Jung unverzichtbare Gefährten sein können. Sie sind oft wichtige Lebenspartner und im Übrigen enorm Kommunikation stiftend, siehe die Rudelbildung an der Hundewiese, vor dem Pet-Shop etc. Und niedlich oder wunderschön sind die meisten obendrein.

    Aber es darf auch gefragt werden, ob alle Haus- und Kuscheltiere wirklich in der Enge der Wohnungen und der Straßen artgerecht leben können. Haben sie genug Bewegungsfreiheit, sind ihre Käfige groß genug, werden sie überfüttert?

    Unser Erstaunen gilt aber der Vielzahl der in unserem St.Georg lebenden Wildtiere. Irgendwie haben sie sich an uns gewöhnt und wir uns an sie. Sie nutzen das reiche Futterangebot, finden ihre Nischen und unser Wohlwollen. Im Lohmühlenpark, an der Alster aber auch in den Höfen, Gärten und Straßen zwitschern Blaumeisen, Kohlmeisen, Rotkehlchen, Dompfaffe, Grünlinge, Zaunkönige, Gartenrotschwänze, Amseln und noch manche Sänger mehr, nicht zu vergessen das Gegurre der Tauben. Daneben krächzen Elstern, Eichelhäher, Dohlen, Möwen und gleiten Falken, Mauersegler und wohl auch Fledermäuse. Auf dem Wasser gründeln u. a. Schwäne, Blesshühner, Stockenten und Graugänse. Sogar im Wasser hat sich bunte Fischvielfalt wieder angesiedelt.

    Dann gibt es noch die Vierbeiner wie die possierlichen Eichhörnchen, Kaninchen, Igel, Mäuse und auch weniger beliebte die Ratten in der Unterwelt. Damit wollen wir aber nicht schließen. Freuen wir uns an unseren tierischen Mitbewohnern, beobachten, schützen und pflegen wir sie.

    Erstaunlich aber wahr unsere Tierwelt ist bunt wie St. Georg.

    Martin Streb

     
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