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    Arbeiten in St. Georg

    Von Martin Streb, 08.06.2015.

    Sind ca. 30.000 Arbeitsplätze gegenüber nur ca. 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner ein Missverhältnis?

    Können aus den vielen Arbeitsplätzen Vorteile gewonnen werden, z.B. für unseren Einzelhandel, für unsere Dienstleister, für die vielen Schulen und Kitas?

    St. Georg lebt nicht nur aus seiner Wohnbevölkerung sondern auch durch seine großen, kleinen und kleinsten Betriebe. Zusammen ergeben sie das viel gerühmte bunte St, Georg.

    Die Arbeitsplätze sind unglaublich unterschiedlich. Es sind Arbeitsplätze in öffentlichen und privaten Verwaltungen, Behörden, im Gesundheitswesen, in der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), in mittelständischen Bertrieben des Handels und der Dienstleistungen, in den Kirchen, in Handwerksbetrieben, im Einzelhandel, in kreativen Firmen vor allem der Werbung, in der Gastronomie und schließlich in der Hotellerie. Daneben existieren zahllose Selbständige mit und ohne angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es gehören gerade auf St. Georg seit alters her auch die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter dazu. Nicht dazu gehören dürfen bei allem Respekt und aller Toleranz die Zwangsprostitution und deren Umfeld.

    Viele, die auf St. Georg arbeiten, beziehen direkt oder indirekt ihre Gehälter vom Staat d.h. vom Steuerzahler. Natürlich wird auch in den privaten Unternehmen Geld verdient und das ist sicher gut so, denn woher generieren sich ansonsten die Steuermittel. Das Geld kommt schließlich nicht aus der Steckdose. Private Verdienste werden Gewinn genannt und häufig als anrüchig abgetan. Ist etwa nur das Geld vom Staat ehrenhaft und nicht genauso das ohne sicheres Netz des Staates mit Fleiß und Unternehmermut erwirtschaftete?

    Arbeit ist ein kostbares Gut, wie jeder weiß, der keine Arbeit hat. Arbeitslosigkeit ist trotz unserer sozialen Netze, trotz Arbeitslosengeld und Hartz 4 eine schlimme Lebenssituation für Einzelne und für ganze Familien, besonders für die Kinder. Auch auf St. Georg leben nicht wenige Menschen ohne die Arbeit. Es sind nicht nur die sogenannten Randständigen wie z. B. Obdachlose, Alkohol- oder Drogenkranke.     Es betrifft zusätzlich die bei uns gestrandeten Flüchtlinge, die in der ersten, langen Zeit des Wartens bei uns keine Arbeit annehmen dürfen. Gerade daraus entstehen für sie selbst aber auch für die Umgebung Fragen und Probleme. Dieses Arbeitsverbot muss vom den Gesetzgeber dringend überprüft und wohl auch geändert werden.

    St. Georg rühmt sich seiner Toleranz und seines Respekts gegenüber Menschen aus anderen Weltregionen. Gilt dies auch für die Bereitschaft ihnen Arbeitsplätze oder Ausbildungsplätze oder Wohnungen zu ermöglichen? Das scheint weit weniger der Fall zu sein als erforderlich. Viele von ihnen arbeiten daher in mehr oder weniger weit gefassten Familienunternehmen und zwar häufig in Selbstausbeutung.

    Abgehoben der Realität wird von Philosophen und Wirtschaftssoziologen über die Zukunft der Arbeit diskutiert. Wird sie ersetzt durch Maschinen sprich durch die Digitalisierung unserer Welt? Müssen dann die Maschinen für alle Menschen ein Grundeinkommen erwirtschaften und zwar ein so hohes, dass alle den Beschäftigungen nachgehen können, die ihnen entsprechen oder die sie erstrebenswert finden? Arbeit wäre dann kein hohes Gut mehr sondern ein Relikt ausvergangenen Zeiten. Wie wird das Grundeinkommen beschaffen sein? Für alle gleich?

    Soweit sind wir auf St. Georg nicht einmal im Ansatz. Bei uns wird, wenn auch sehr unterschiedlich, immer noch ganz real und ehrenwert gearbeitet.

     

    Martin Streb

     

     

     
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