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    Das Ehrenamt auf St. Georg – nur etwas für Gutmenschen?

    Von Martin Streb, 25.05.2015.

    Was hab ich denn davon? Was nutzt mir das? Diese Fragen schallen allen entgegen, die freiwillige und ehrenamtliche Mitstreiter für den Sportverein, eine Initiative, eine Partei, eine politische Gruppe, eine Kirche oder soziale Hilfen für Bedürftige oder andere gemeinnützige Organisationen suchen.

    Wir wollen nicht moralinsauer erscheinen, aber diese Fragen sind absolut beschämend für demokratische Bürgerinnen und Bürger. Diese Fragen gehen gar nicht! Sie werden häufig noch ergänzt durch: „lass mich bloß damit in Ruhe und im Übrigen sind dafür der Staat oder Behörden zuständig.“ Damit ist dann Schluss der Debatte.

    Ja was nutzt uns das? Ist es nicht schlauer nur an sich, an die eigene Bequemlichkeit zu denken? Soll die Freizeit nicht besser zum neudeutschen Chillen genutzt werden; d.h. zum Abhängen, zum Muße genießen oder zum Inanspruchnehmen der Angebote der Ehrenamtlichen.

    Das Zusammenleben in einer funktionierenden Gemeinschaft, in einer demokratischen Gesellschaft braucht ganz dringend das Engagement der und des Einzelnen. Sicher vieles ist Aufgabe des Staates. Der braucht aber dringend die Unterstützung durch seine Bürgerinnen und Bürger, Unterstützung in ganz konkreten Situationen, für ganz konkrete Ziele und dadurch auch als Korrektiv zum hoheitlichen und sozialem Handeln des Staates und der Behörden.

    Der Staat sind wir. Das klingt abgedroschen ist aber im Kern schlicht eine Binsenweisheit, die sofort einleuchten muss, wenn wir von Gemeinschaften ohne diesen Staat hören. Wir alle haben den Vorteil in einem einigermaßen gut ausgestattetem Gemeinwesen zu leben. Wir genießen die sozialen Sicherungen, die durchorganisierte Verwaltung, die Verkehrswege und Verkehrsmittel, die Kitas, Schulen, Unis, usw. Und doch gibt es in diesem groben Raster Lücken und Löcher, die der Staat nicht füllen kann und soll. Da müssen die Ehrenamtlichen einspringen, um ein wirklich befriedigendes und befriedetes Gemeinwesen zu sichern.

    Was heißt hier „Gutmensch“. Das Wort wird als Diffamierung der engagierten Ehrenämtlerinnen und Ehrenämtler benutzt von denen, die selber nichts tun. Man kann es nur zurückweisen oder einfach überhören. Ein blödes, ein überflüssiges Wort.

    Was bringt das Ehrenamt der/dem Einzelnen? Sie/er nutzt doch sowie so und ganz selbstverständlich und ohne Gegenleistung die Vorzüge, Teil der Gesamtgemeinschaft zu sein. Gut sie/er zahlt meist ohne Begeisterung Steuern, damit der Staat – also unser aller Gemeinwesen- überhaupt funktioniert. Einige machen noch nicht mal das. Welches Mehr haben also Menschen im Ehrenamt?

    Es macht Spaß! Es stärkt die soziale Kompetenz! Es bringt Nähe und Kontakte zu anderen Menschen! Es bringt die Genugtuung, Ziele zu verfolgen und zu erreichen! Es bringt Freude etwas Sinnvolles z. B. für Menschen zu tun, die es benötigen! Es tut gut sich für etwas Größeres oder Wichtiges einsetzen zu können! Manchmal bringt es sogar Anerkennung!

    Wir hier auf St. Georg haben ausgesprochen viele Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren. Die Redaktion hat versucht alle ihr bekannten Tätigkeitsfelder und Ehrenamtsorganisationen aufzulisten. Wir hoffen niemanden zu verletzen, den wir evtl. übersehen haben oder nicht kannten. Hier die Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Wertung durch die Reihenfolge:

    Vor-Ort-Büro, Grüne Damen und Herren im Krankenhaus, Elternmitarbeit an alle Schulen, Lesepatinnen und Paten und Lernhilfen, Gemeindearbeit bei den Kirchen und Moscheen, Einwohnerverein, Bürgerverein, SV Vorwärts St. Georg, weitere Sportgruppen und Vereine, Lange aktiv bleiben LAB, Seniorenbüro, Seniorenbeiräte, Aidshilfe, Aidsseelsorge, Suppenküche B20, Suppenküche der Dreieinigkeitskirche, Guttempler, basis und woge, Geschichtswerkstatt, Bahnhofsmission, Hoffnungsorte (Obdachlosenunterkünfte), Bürger Helfen Bürgern, Politische Parteien, Gewerkschaft, Stadtteilbeirat, runde Tische, Soziale Dienste Kath. Frauen, in den Altenstiften und Residenzen, Grünanlagenpflege, Bürgerstiftung, Freiwilligenzentrum, Webuddy an der HAW, usw.usw.

    Das ist eine schier endlose Liste mit einem breiten Angebot oder besser einer breiten Nachfrage nach Fähigkeiten und Begabungen. Jede und jeder könnte für sich etwas finden, sei sie oder er im Rentenalter oder nicht.

    Zum Schluss der berühmte Ausspruch von John F. Kennedy:

    Frage nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frage, was du für dein Land tun kannst.

    Martin Streb

     
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