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    Der Hamburger Hauptbahnhof

    Von Wolfgang Ketelsen, 01.11.2014.

    Ende des 19. Jahrhunderts befanden sich in Hamburg diverse verstreut liegende Kopfbahnhöfe verschiedener Bahngesellschaften. In den 30 Jahren von der Reichsgründung 1871 bis zur Jahrhundertwende verdreifachte sich die Zahl der Bewohner Hamburgs von 240.000 auf über 725.000 im Jahr 1901. Es lag nahe, daß bei dem rasant steigenden Beförderungsbedarf von Personen und Gütern ein zentraler Durchgangs- und Trennungsbahnhof dringend benötigt wurde. Als Baugelände von ca. 28.000 qm Grundfläche wurde der ehemalige Verlaufs des Stadtwalls sowie die alten Steintorfriedhöfe vorgesehen. Die in Tieflage zu errichtenden Gleisanlagen sollten etwa den alten Befestigungsanlagen zwischen Hamburg und der damaligen Vorstadt St. Georg folgen. Ein ausgeschriebener Wettbewerb wurde 1900 von den Berliner Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth gewonnen. Kaiser Wilhelm II verwarf den von Jugendstilelementen geprägten ersten Entwurf jedoch als „einfach scheußlich“. sodaß eine monumentalere Konstruktion im wuchtigen Neo-Renaissance-Stil entstand. Die Wandelhalle wurde als gelungenes Zitat des „Palais de Machines“ der Pariser Weltausstellung von 1889 angesehen. Den technischen Entwurf lieferte Ernst Moeller. Mit dem Bau wurde 1904 begonnen und der Bahnhof am 6. Dezember 1906 mit einem feierlichen Akt in Betrieb genommen. Die Baukosten lagen bei 38 Millionen Reichsmark.

    Die Bahnsteighalle hat eine Spannweite von 73 m und überspannt mit seiner Stahl-/Glaskonstruktion eine Fläche von 9.000 qm. Die Mittelhalle selbst ist 73 m breit, 121 m lang und 37 m hoch. An den Außenseiten befinden sich jeweils Türme mit 45 m Höhe. Der Nord- und Südsteg führt als Fußgängerbrücke über die Gleise. Die Außenfassade besteht aus Tuff und Muschelkalk.

    Im 2. Weltkrieg erhielt der Hauptbahnhof eine Tarnabdeckung in Form einer bemalten Holzkonstruktion. Die täuschte die Bomberverbände jedoch nicht. Die Schäden konnten aufgrund der hohen Kosten erst in den 1970-er Jahren behoben werden. In dieser Zeit wurden auch der Nord- und Südsteg renoviert, die Wartesäle 1. und 2. Klasse abgeschafft und durch 75 Geschäfte und Restaurants ersetzt, die an 7 Tagen in der Woche von 6-23 Uhr geöffnet haben. Der Blumenladen auf der Kirchenalleeseite mit seinen historischen grünen Majolikafliesen ist noch das letzte Relikt dieser vergangenen Zeit.

    Im Bahnhof befinden sich 8 Fernbahngleise, 4 S-Bahngleise und darunter noch 6 U-Bahngleise. Unterhalb des Bahnhofs gibt es noch eine Tiefgarage für 530 Fahrzeuge und einen Großbunker von 1941, der über 2.000 Menschen Schutz für einen Zeitraum von 14 Tagen bieten soll. Heute passieren täglich 720 Fernzüge und ca. 1.000 S- und U-Bahnen  den Hauptbahnhof. Neben München hat Hamburg heute mit 450.000 Reisenden und Passanten den täglich meist frequentierten Personenbahnhof Deutschlands.

    Wolfgang Ketelsen

     
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