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    Selbstverwaltete Wohnprojekte in St. Georg

    Von Buerger von St. Georg, 27.07.2014.

    Selbstorganisation gegen Spekulation und noch viel mehr

    Vier selbstverwaltete, genossenschaftliche Wohnprojekte – heute von der Stadt auch Baugemeinschaften genannt – gibt es in St. Georg. Die Drachenbau St.Georg Wohngenossenschaft eG mit 30 Wohnungen in 4 Häusern in der Schmilinskystraße/Koppel  seit 1987,  die „Familie Semmeling“ in der Wohngenossenschaft Lohmühle eG mit 11 Wohnungen über der Kita „KoppelKinder“ am Ende der Rostocker Straße seit 1998, den Verein Ret Marut mit 7 Wohnungen unter dem Dach der Schanze eG in der Soester Straße seit 2001 und die „Brennerei“ mit 11 genossenschaftlichen Mietwohnungen unter dem Dach der Wohnreform eG und 9 Eigentumswohnungen in der Alten Impfanstalt Brennerstraße/Am Lohmühlenpark.

    Selbstverwaltete Wohnprojekte werden von Menschen gegründet, die mehr wollen als eine günstige Wohnung. Im Mittelpunkt steht das soziale Miteinander – mal mehr und mal weniger intensiv – und die Verwirklichung von ökologischen Aspekten beim Bauen und Wohnen, wie Wasserrecycling, Dachbegrünung, Solaranlagen, Verwendung von baubiologisch möglichst einwandfreien Materialien und einem niedrigen Energieverbrauch. Entgegen dem oft anonymen Wohnen in der Großstadt kennt im Wohnprojekt Jede/r Jede/n. Es besteht die Möglichkeit für gemeinsame Aktivitäten. Neben dem gemeinsamen Feiern sind dies oft gemeinsame Kinderbetreuung, gemeinsames Einkaufen bei einer food-coop (natürlich bio) die gemeinsame, ehrenamtliche Selbstverwaltung des kleinen Wohnungsunternehmens, gemeinsame kulturelle und sportliche Aktivitäten, gemeinsame Nutzung kleiner Werkräume u.a.m.. Kinder die im Wohnprojekt aufwachsen, haben immer jemanden zum Spielen und die Eltern können sich gegenseitig unterstützen, es findet sich leichter als anderswo mal ein Babysitter – besonders wertvoll für Alleinerziehende. Und wenn im Alter die Zipperlein oder auch schwere Krankheiten kommen, ist nachbarschaftliche Hilfe vom drüber reden bis zur aktiven Hilfe möglich. Und beim ältesten Wohnprojekt St. Georgs, dem Drachenbau, gibt es sogar schon eine gemeinsame Grabstätte in Ohlsdorf.

    Mehr als eine günstige Wohnung war der Ausgangsgedanke, aber eben auch dauerhaft, vergleichsweise günstig wohnen – durch Einsatz vom „Muskelhypothek“ beim Bauen und durch ehrenamtliches Engagement bei der Selbstverwaltung –  war und ist das Ziel und auch der Schutz vor Spekulation. Wohnraum dauerhaft der Spekulation entziehen, lässt sich gut mit einer Genossenschaft. Da müssen keine Gewinnerartungen von Anteilseignern befriedigt werden, denn die Genossenschaft gehört den Mitgliedern selbst und in einer kleinen Genossenschaft lässt sich die urdemokratische Selbstbestimmung unmittelbarer leben, als in einer großen Traditionsgenossenschaft.

    Großen Einfluss auf die immer weiter steigenden Mieten und Wohnungspreise in St. Georg haben die Wohnprojekte leider nicht. Aber sie sind gute Beispiele für sozial und ökologisch verantwortlichen Umgang mit Wohnraum. St.Georg könnte noch mehr solcher Projekte vertragen.

    Christian Diesener
    (ist Gründungsmitglied der Drachenbau St. Georg eG
    und lebt seit 1978 in St. Georg)

     
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