Bürgerverein zu St. Georg von 1880 e.V.

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    Die Kunst auf St. Georg

    Von Martin Streb, 01.10.2013.

    Es lohnt sich zu suchen! Auf St. Georg gibt es phantastische Kunst und zwar reichlich und neben dem Alltagsgetriebe, neben Arbeit, neben Sorgen, neben Kommunalpolitik, neben Gastromeilen, Hotels und Bürotürmen. Es gibt viel  zu entdecken.

    Es gibt allein vier Theater in unserem Kiez:  Deutsches Schauspielhaus, Ohnsorg Theater, Polittbüro, Hansatheater und gleich nebenan Thalia Theater, Ernst Deutsch Theater, Sprechwerk, The English  Theater und neu das Savoy-Kino. Viele sehr ambitionierte Galerien  laden zum Schauen und Kaufen ein. Am Rande von St. Georg erstreckt sich die Kunstmeile von der Kunsthalle bis zur ehemaligen Blumenmarkthalle. Nicht zu vergessen  ist das Kunsthandwerkerhaus in der Koppel. Dort veranstaltet u.a. die GEDOK – eine Vereinigung von Künstlerinnen –  regelmäßig Ausstellungen, Lesungen und Konzerte. Im Elektrohaus am Pulverteich,  in der Brennerstaße  und im Kubatzka am Münzplatz  wirken  absolut progressive Künstlergruppen. Das Hotel Wedina fördert Literaten mit Unterkunft und Lesungen. In der Pension Sarah wird Malerei und Grafik vorgestellt.

    Mit uns zusammen  leben bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler,  bedeutende Literaten (es sei hier  nur Peggy Parnass erwähnt), Bildhauerinnen und Bildhauer, Malerinnen und Maler, Grafikerinnen und Grafiker, Fotografinnen und Fotografen, Filmschaffende, Architektinnen und Architekten, Goldschmiedinnen und Goldschmiede, Musikerinnen und Musiker, Glaskünstler  und viele andere Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker. Erstaunlich, aber diese  Künstlerinnen und Künstler decken das gesamte  Spektrum der modernen Kultur ab. Einige sind Mitglieder des Bürgervereins zu St. Georg wie der begnadete Aquarellist und Holzschnittdrucker Hubert Piske,  der Maler und Kunstpreisträger Hansaplatz Ulli Pforr und sein Kollege Frank Gerull, der bemerkenswerte Fotograf Wolf-Hinrich Groeneveld und die Mitbegründerin der Fotogruppe “Kopfknipser“  Ingrid Henke, unser wunderbarer Zeichner Wolfgang Ketelsen, der leidenschaftliche Grafiker  Peter Ulbricht, der beliebte, singende Couturier Jürgen Hartmann oder Erika Davidavicius von der Galerie mare librum am Hansaplatz.   Der Maler Peter Grochmann – vom Hamburger Abendblatt zum Zille St. Georgs ernannt – war bis zu seinem zu frühen Tod unser Mitglied. Es ist nicht möglich hier die Namen aller Künstlerinnen und Künstler auf St. Georg  aufzuführen, noch nicht einmal von denen, die wir persönlich kennen. Sie mögen dies verzeihen.

    Bedeutende Kunst im öffentlichen Raum lässt sich täglich entdecken. Auf dem Spadenteich spricht die Kreuzigungsgruppe (ca. 1490) mit den rostigen Schiffsblechen von Horst Hellinger.  Den Drachentöter St. Georg finden wir gleich zweimal, in Gold an der gleichnamigen Apotheke und viel größer in Bronze auf dem St. Georgskirchhof von Gerhard Marcks.

    Auf dem Domplatz grüßt der heilige Ansgar von Karlheinz Oswald. Einige Schritte weiter füllt geschaffen von  Jozek Nowak Papst Wojtyla  (Johanes Paul II) den Raum.

    Ein beliebter Treffpunkt ist der Friedensstein an der Stiftstraße. Er wurde auf dem Gelände gefunden und von der Künstlergruppe Kontaktkunst Ende der 70-ger unter Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern gemeißelt. Gleich um die Ecke ist seiner Zeit ein ganzer Giebel mit den Wohnformen der Welt und auch dem Fachwerkhaus, das dort bis Ende der 70-ger stand, bemalt worden.

    Im Lohmühlenpark wurde eine rhythmisierte Dolomit-Säule von Klaus Becker errichtet und im neuen Campus Lohmühlenpark amüsiert uns eine Plastikgruppe von Klaus Kütemeier  sowie auf dem ehemaligen Parkplatzstreifen gleich acht strukturale Studien des Kunststudenten Timo.

    Im Münzviertel vor der Galerie Kammer  streckt sich die Roststahlplastik von H.D. Schrader. Vor dem Arbeitsamt ragt seit 1997 unsere  größte Skulptur optimistisch in den Himmel. Franz Bernhard hat sie aus Roststahlplatten (Cortain) geschaffen. Daneben behauptet sich bescheiden selbstbewusst die Figur eines Hafenarbeiters.

    Das Minarett der Zentrumsmoschee wurde von Boran Burchardt künstlerisch gestaltet und am Helmut- Hübener-Gang erinnert ein Wandbild von Hildegund Schuster an den gleichnamigen Widerstandshelden gegen das  3. Reich.

    Dazu gehören auch die Stolpersteine in den Fußwegen von Gunter Demning und das Pflastersteinkreuz für die Aidsverstorbenen von Tom Fecht vor der Dreieinigkeitskirche. Auf dem Gelände des Lohmühlenkrankenhauses hinter Haus XR ist eine an Gedenksteine erinnernde Stele inszeniert (Künstler/in mir l nicht bekannt).

    Wolfgang Ketelsen schreibt uns:

    „ Kunststücke im öffentlichen Raum:

    Einer der „4 Männer auf Bojen“ aus Eichenholz von Stephan Balkenhol (geb. 1957) schaukelt seit 1993 vor der östlichen Uferpromenade. Der bronzene „St. Georg“ von Gerhard Marcks (1889-1981) reitet seit 1958 vor der hl. Dreieinigkeitskirche. Die 1952/53 entworfene Bronzeplastik „3 Männer im Boot“ von Edwin Scharff (1887-1955) schifft auf hohem Sockel vor der Schwanenwik. Die Granit-Skulptur „Rhythmus im Raum“ von 1947/1948 von Max Bill (1908-1994) schwebt am Alsterufer vor dem Hotel Atlantic. Die „Hansa“ als Allegorie auf Stärke und Macht des Hansebundes ist seit 1878 die Abschlussfigur des 17 m hohen Hansabrunnes von Engelbert Peiffer (1830-1896) auf dem Hansaplatz. Es handelt sich nicht um Hamburgs Schutzpatronin Hammonia. Stephan Balkenhols „Mann und Frau“ stehen als bemalte Bronzestatuen seit 2004 vor der Zentralbibliothek am Hühnerposten rum.“

    An dieser Stelle sei eine Seitenbemerkung erlaubt. Wir fordern die Kulturbehörde und das Bezirksamt auf, an oder vor allen Kunstwerken dauerhafte Schilder mit dem Namen des Objektes und seiner Künstlerin oder seines Künstlers und des Entstehungsjahres anzubringen. Zu meinen diese  Daten seien allen kunstinteressierten Bürgerinnen und Bürgern bekannt, hat etwas elitär Arrogantes und ist völlig unangemessen und  achtet auch die Künstlerinnen und Künstler nicht.

    Der Verfasser bekennt und bedauert, nicht alle bei uns lebenden und wirkenden Künstlerinnen und Künstler zu kennen und möglicher Weise einige wichtige übersehen zu haben. Er bittet alle St. Georgerinnen und St. Georger  loszuziehen und selber  zu forschen. Es wird Spaß machen und Horizonte eröffnen.

    Wer suchet, der findet.

    Martin Streb

     
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    1. Vorsitzender Markus Schreiber
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    Tel.: 0160 - 15 13 285


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