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Bürgerverein zu St. Georg von 1880 e.V.

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    Tita do Rêgo Silva

    Von Buerger von St. Georg, 12.09.2013.

    Seit 1989 lebe ich in St. Georg. Der Stadtteil war damals ganz bunt, multikulti, und problematisch! „Ein „sozialer Brennpunkt“.  Damals gab es noch die schönen alten Backsteinspeicher in den Hinterhöfen. Sie waren voll mit Künstler-Ateliers. Für uns Künstler war  es entspannter, lustiger und billiger hier zu leben. Ein Idyll in Chaos!

    Mein erstes Atelier war zu Hause in der Langen Reihe 83. In der 3. Etage meiner Backstein-Altbauwohnung lief manchmal Tag und Nacht meine Triumph Druckmaschine, die 200 Kilo wog. Eines meiner schönsten Werke, das Buch „Von Wunder der Vögel“ wurde dort von mir im Juli 1994 in 10 Tagen gedruckt. Die Bilder direkt von der Holzplatte mit mehreren Farben und der Text in Bleisatz. Die Auflage betrug 55 Exemplare mit einem Text von Jorge Amado – einem der bekanntesten brasilianischen Schriftsteller. Dieses Buch habe ich auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert, als Brasilien Gastland war.

    Die Druckmachine war laut, aber noch lauter war die „Avalanche“, eine Musikgruppe aus Norwegen, die ein Tonstudio unter uns hatte. Sie haben auch Tag und Nacht geprobt und Aufnahmen gemacht.

    2013 ist Brasilien wieder Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Dieses Mal präsentieren wir das schon vergriffene Werk „Kindheit“ mit Text von Peggy Parnass. Das Buch wurde als eines der 25 schönsten Bücher des Jahres 2013 ausgezeichnet. Diese 25 Bücher werden in mehreren Städten der Welt auf einer Wanderausstellung präsentiert. Am kommenden 10 September beginnt die Präsentation in der Zentral-Bibliothek in Hamburg.

    Ich habe seit 1996 ein Atelier in der  Koppel 66, mitten in St. Georg. Das Haus für Kunst und Handwerk ist ein Projekt der Kulturbehörde. Wir,  die Atelierbesitzer, bekommen keine Subvention der Stadt, sind aber verpflichtet,  für den Stadtteil Kulturelles zu veranstalten. Die jährliche Adventsmesse ist das Highlight des Hauses. Im Haus ist auch die Galerie der Gedok.

    Ich habe einige Kunst-Projekte in St. Georg gemacht. U.a.: Das St.  Georg-Buch mit der St. Marien Schule; ein Wand Bild mit Kindern der CVJM Kindertagesstätte; „Vielfalt tut gut St. Georg“ mit der Dom- Schule und „Rettet Georg, gemeinsam!“ mit der Stadtteil-Schule, in Kooperation mit der  Geschichtswerkstatt;  den Kunstkalender und noch vieles mehr.

    Ich freue mich sehr, dass ich es geschafft habe in St. Georg zu bleiben, und dass mein Sohn Luis bei mir lebt. Zwar nervt der Lärm der Langen Reihe, es ist aber ein Privileg, so zentral zu leben in der Nähe von Alster, Museen, Theater, Kinos und Hauptbahnhof. Zum Glück sind noch viele Freunden um mich herum. Ich vermisse aber immer noch viele nette Nachbarn, Familien, Läden und Künstler, die es hier nicht mehr aushalten konnten und deswegen ausziehen mussten.

    Das Bild des Stadtteils  hat sich dramatisch verändert.

    Es lebe die Kunst.

     
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