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Bürgerverein zu St. Georg von 1880 e.V.

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    Wer oder Was war einmal ……. St. Georg Stadtteil im Wandel(1)

    Von H. J. Schirmer, 11.09.2013.

    Seit Oktober 1985 wohne ich in diesem Stadtteil, der zu der Zeit als herunter gekommen und nicht als gute Wohnadresse galt. Mir war St. Georg seinerzeit kaum bekannt, lediglich das Areal um den Hauptbahnhof, das Schauspielhaus, die Hotels in der Kirchenallee und einige kleine gute Esslokale in der Bremer Reihe waren mir ein Begriff. Die andere Seite der Wandelhalle mit dem Ausgang zum Glockengießerwall kannte ich besser, … In der Zeit seit 1985 hat sich der Stadtteil sehr verändert und ich will diesen Wandel aus meiner Sicht beschreiben, erstens, um die Erinnerung an das St. Georg von damals zu erhalten und zweitens, um den seit kürzerer Zeit hier Wohnenden das Leben von damals zu zeigen. Viele Einwohner werden vielleicht sagen, ‚ach, das habe ich ja längst vergessen, dass es vor mehr als 25 Jahren so war‘. Erinnerungen werden wieder wach. Vieles gibt es nicht mehr und ich will versuchen, in mehreren Artikeln festzuhalten, was aus diesem oder jenem Lokal oder Geschäft geworden ist.

    Als erstes erkundigten wir die nähere Umgebung. … An der Ecke Schmilinskystraße entdeckten wir das Lokal Kupferkrug, was zu unserem ersten Anlaufpunkt wurde, wo wir … ein gut geschenktes Pils trinken konnten. Die Wirtin Helga Ebert war die Seele des Lokals und sie gab ihren Gästen das Gefühl, eine Heimstatt gefunden zu haben. Jeder fühlte sich sofort dort wohl und bald bemerkten wir, dass alle Gäste sich fast wie in einer  großen Familie fühlten und benahmen. An dem halbrunden Tresen waren die Plätze fest besetzt, jeder saß an „seinem“ Platz, an der Ecke zur Küche standen immer dieselben Gäste, die mit der Wirtin knobelten, dahinter war der Spielautomat angebracht, den immer von denselben Personen mit Beschlag belegten wurde. Unser Dackel hatte sehr bald herausgefunden, dass, wenn er sich an die Ecke stellte, ziemlich bald Renate in die Küche ging und eine kalte Bockwurst für ihn holte.

    Dieser Kupferkrug war für viele Gäste, vor allem für die Alleinstehenden, fast ihr Zuhause. Von der Arbeit kommend war dies die Zwischenstation, wo man in einem nachbarlichen Plausch bei einem guten Getränk mit Menschen, die man gut kannte, über die eigenen und fremde Probleme und Zwistigkeiten des Lebens sprechen konnte. Man wusste von einander so viel, kannte die Nöte, und wenn ein Gast einige Tage nicht dort gewesen war, wurde gefragt, ob jemand etwas über ihn sagen könne, wo er sich befand, ob er gesund war oder ob vielleicht etwas passiert sei. Erkundigungen und Nachforschungen wurden eingeleitet, evtl. auch seine Wohnung aufgesucht….

    Um auch die jüngeren Bewohner dieses Stadtteils mit in diese Gemeinschaft einzubinden, wurde ein Fußballverein gegründet. Der FC Kupferkrug war durch die Unterstützung der Wirtin und der Gäste, von denen sich viele stark engagierten, ziemlich erfolgreich. Siege wurden hier ausgiebig gefeiert und bei Niederlagen wurde die Mannschaft getröstet und moralisch wieder aufgebaut. Bei dem alljährlichen Kostümfest erschienen die Spieler in ihren Trikots und sorgten für gute Stimmung. Auch die anderen Festtage des Jahres und wichtige Begebenheiten wurden entsprechend gefeiert, immer mit wunderbaren Büffets, die von Helgas Töchtern Anja und Sonja bereitet wurden. Die Gäste bzw. ‚Familienmitglieder‘ haben der Wirtin mit originellen Ideen für ihre ‚Führung‘ dieses Lokals immer gedankt und als das Haus verkauft und umfassend umgebaut wurde, bestand für Helga Evers keine Möglichkeit mehr, das Lokal in der Art weiterzuführen. Die Miete war zu hoch und so wurde diese Heimstätte für viele St.Georger nicht wieder geöffnet…. und viele Bewohner dieses Stadtteils vermissen die Wirtin Helga noch immer. Ihr Weg führte sie in ein Lokal gleichen Namens am Mundsburger Damm, jetzt ist sie ab und zu in einer kleinen Bar in der Papenhuder Straße anzutreffen. Über jeden ‚ehemaligen‘ Gast aus der alten Heimat freut sie sich sehr und dann wird über die ‚alten Zeiten‘ geklönt. …

    H. J. Schirmer

     
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