Das wichtigste Projekt des integrierten Entwicklungskonzeptes St. Georg Mitte war die Revitalisierung des Hansaplatzes. Im Jahre 2011 feierten wir alle im Stadtteil die Rückgewinnung und die Neugestaltung des Platzes. St. Georg war und ist froh über den neuen, alten Platz, auch wenn es immer noch Ärgerlichkeiten um den Platz herum gibt.
Prostitution ist ein gesetzlich zugelassenes Gewerbe. Prostitution ist vor dem Gesetz somit ein Gewerbe wie jedes andere.
Für St. Georg verlangen wir von jedem Gewerbe, seien es Büros, Hotels, Handwerker, Restaurants, Kneipen etc. Rücksichtnahme und Verträglichkeit mit dem Wohnen insbesondere dem Wohnen von Familien.
St. Georg ist Ort der Vielfalt. Vielfalt der Religionen, der Meinungen und Weltanschauungen, der Lebensarten und Menschen und damit verbunden die Toleranz haben den Stadtteil lebens- und liebenswert gemacht.
Wir haben im Stadtteil seit Jahrzehnten mit all den Problemen gelebt, die Hamburg nicht haben wollte und die Hamburg an den Rand der Stadt –eben nach St. Georg- gedrängt hat. Drogen, Dealer Prostitution, Kleinkriminalität, alles dies ist für St. Georg nichts Neues. Wir haben gelernt, hiermit umzugehen, was aber nicht heißen soll, sich hiermit abzufinden.
In der letzten Sitzung des Stadtteilbeirates kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung über die Frage, ob die Sperrgebietsverordnung (also das Verbot der Straßenprostitution) in St. Georg durchgesetzt werden solle.
Da haben wir sie also wieder: Die alte Diskussion zwischen genervten Anwohnern und den Einrichtungen, die sich professionell um die Belange der Prostituierten kümmern.