Prostitution ist ein gesetzlich zugelassenes Gewerbe. Prostitution ist vor dem Gesetz somit ein Gewerbe wie jedes andere.
Für St. Georg verlangen wir von jedem Gewerbe, seien es Büros, Hotels, Handwerker, Restaurants, Kneipen etc. Rücksichtnahme und Verträglichkeit mit dem Wohnen insbesondere dem Wohnen von Familien.
Was ist vorgesehen:
1. die endgültige Sperrung der Straße Berliner Tor hinter der Einfahrt zur Tiefgarage der Hochschule für angewandte Wissenschaft bis vor die Einmündungen Kolbergstraße/ Bei der Hauptfeuerwache durch kleine bepflanzte Wälle oder Baumkübel
2. Anschluss der Alexanderstraße an die Minenstraße und Sperrung der Alexanderstraße im Parkbereich durch einen kleinen Wall oder Baumkübel
Täglich wird der Hachmannplatz von mehreren hunderttausend Menschen aus Hamburg, seiner Umgebung und von weiter her für ihre Wege in die Stadt und aus ihr heraus als Durchgangsraum benötigt. Er ist aber auch für einige Gruppen unserer Gesellschaft temporärer oder sogar dauernder Aufenthaltsort.
Naturgemäß haben die beiden Nutzergruppen voneinander sehr divergierende Wahrnehmungen. Zu echten Konflikten ist es allerdings nie gekommen. Der Respekt und die Toleranz waren und sind auf beiden Seiten gegenüber den so ganz anderen weitgehend gegeben.
In St. Georg ist überall Leben. In manchen Momenten wünscht man es sich – ganz wie im echten Leben – etwas langsamer, ruhiger, zahmer. Aber so ist es eben in St. Georg nicht. Wer wirklich dauerhaft Frieden nur nach seiner Fasson will, findet sein Glück nicht. Hier ist es viel zu bunt, um ruhig zu sein. Hier will Toleranz täglich bewiesen werden.
Auf der NDR Mediathek gibt es einen sehr schönen Film des St. Georgers Günther Mombächer über den Stadtteil.
In der Reihe “24 Stunden” berichtet der Autor über die verschiedenen Facetten St. Georgs mit vielen bekannten (Stadtteil-) Gesichtern.
Erreichbar über diesen Link.
St. Georg ist Ort der Vielfalt. Vielfalt der Religionen, der Meinungen und Weltanschauungen, der Lebensarten und Menschen und damit verbunden die Toleranz haben den Stadtteil lebens- und liebenswert gemacht.
Wir haben im Stadtteil seit Jahrzehnten mit all den Problemen gelebt, die Hamburg nicht haben wollte und die Hamburg an den Rand der Stadt –eben nach St. Georg- gedrängt hat. Drogen, Dealer Prostitution, Kleinkriminalität, alles dies ist für St. Georg nichts Neues. Wir haben gelernt, hiermit umzugehen, was aber nicht heißen soll, sich hiermit abzufinden.