Vielfalt ist toll. Es macht viel mehr Spaß, in einem bunten Umfeld zu leben, als in einer öden Monokultur. Dafür tritt der Bürgerverein ein. Schon lange.
Wir wollen St. Georg als Ort der sozialen Reichhaltigkeit erhalten und setzen uns dafür ein. Zuletzt hat das am Beispiel der Buchhaltung Wohlers gut funktioniert. Auch in unserem Verein gibt es eine große Vielfalt an Meinungen. Das ist manchmal anstrengend, trotzdem sind die Ziele klar.
Fünf Tage vorher: Elternabend
Gut zwanzig Erwachsene sitzen auf viel zu kleinen Stühlen. Sie betreten den Raum und vom Flur her hört es sich an, als stünde man vor einer großen Voliere – lauter aufgeregtes Gezwitscher. Wer hat je behauptet, dass die Einschulung nur die Kinder nervös macht? Eine Lehrerin und eine Erzieherin stellen sich artig vor, dann wird es ruhiger und die Vogelschar lauscht mit aufgesperrten Schnäbeln. Am Ende des Abends wurden Kinderfotos weitergereicht, Schulvereinsmitgliedschaften begründet, eine Menge Organisation besprochen und mit Erleichterung festgestellt: alle sind gleichermaßen gespannt und können den großen Tag kaum erwarten.
Am Abend davor:
Der Schulranzen steht bereit. Die Großeltern sind angereist. Die Paten kennen die Adresse der Schule – aber das Kind schläft einfach nicht. Es platzt fast vor Aufregung und das ganze Zappeln muss einfach raus. Es hilft nichts: heute Abend wird das Kind, auch wenn es dem schon längst entwachsen ist, nur in Mamas Arm einschlafen. Irgendwer muss das Gezappel einfach festhalten. Mit der Methode ist innerhalb von zwei Minuten Ruhe.