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Prostitution ist ein gesetzlich zugelassenes Gewerbe. Prostitution ist vor dem Gesetz somit ein Gewerbe wie jedes andere.
Für St. Georg verlangen wir von jedem Gewerbe, seien es Büros, Hotels, Handwerker, Restaurants, Kneipen etc. Rücksichtnahme und Verträglichkeit mit dem Wohnen insbesondere dem Wohnen von Familien.
Was ist vorgesehen:
1. die endgültige Sperrung der Straße Berliner Tor hinter der Einfahrt zur Tiefgarage der Hochschule für angewandte Wissenschaft bis vor die Einmündungen Kolbergstraße/ Bei der Hauptfeuerwache durch kleine bepflanzte Wälle oder Baumkübel
2. Anschluss der Alexanderstraße an die Minenstraße und Sperrung der Alexanderstraße im Parkbereich durch einen kleinen Wall oder Baumkübel
Täglich wird der Hachmannplatz von mehreren hunderttausend Menschen aus Hamburg, seiner Umgebung und von weiter her für ihre Wege in die Stadt und aus ihr heraus als Durchgangsraum benötigt. Er ist aber auch für einige Gruppen unserer Gesellschaft temporärer oder sogar dauernder Aufenthaltsort.
Naturgemäß haben die beiden Nutzergruppen voneinander sehr divergierende Wahrnehmungen. Zu echten Konflikten ist es allerdings nie gekommen. Der Respekt und die Toleranz waren und sind auf beiden Seiten gegenüber den so ganz anderen weitgehend gegeben.
„Ah, die Lange Reihe – ist das nicht die Schanze für Erwachsene?“ Diese Beschreibung als Amüsier- und Ausgehmeile für den gesetzteren Szenegänger trifft das Bild, das sich in den letzten Jahren im Bewusstsein vieler Nicht-St.-Georger festgeschrieben hat. Insbesondere an lauen Wochenendabenden pulst das Leben in den Bars, Restaurants und Kneipen des Straßenzugs.
Lieber Helmut,
16 Jahre, gefühlte zwei volle Dekaden, hast Du den Bürgerverein zu St. Georg von 1885 r.V. geführt, repräsentiert und geformt. Ein Vereinsleben ohne Dich an der Spitze ist uns kaum vorstellbar.
Im Namen aller Mitglieder, die Dich immer wieder einstimmig gewählt haben, danke ich Dir für die Zeit und Kraft, die Du für den Verein aber genau genommen für unser St. Georg aufgebracht hast.
In St. Georg ist überall Leben. In manchen Momenten wünscht man es sich – ganz wie im echten Leben – etwas langsamer, ruhiger, zahmer. Aber so ist es eben in St. Georg nicht. Wer wirklich dauerhaft Frieden nur nach seiner Fasson will, findet sein Glück nicht. Hier ist es viel zu bunt, um ruhig zu sein. Hier will Toleranz täglich bewiesen werden.
Der im Jahre 2012 gegründete Literaturkreis in der oben genannten Stiftung, erstellte mit Unterstützung der Stiftung und des Stadtteil Beirates St. Georg, eine Lieder- und Gedichtezusammenstellung für die Senioren unseres Stadtteils.
200 Exemplare wurden in ehrenamtlicher Arbeit liebevoll gefertigt und an die Einrichtungen verteilt. Die Initiatorinnen freuen sich über ihr gelungenes erstes Werk.
Vielfalt ist toll. Es macht viel mehr Spaß, in einem bunten Umfeld zu leben, als in einer öden Monokultur. Dafür tritt der Bürgerverein ein. Schon lange.
Wir wollen St. Georg als Ort der sozialen Reichhaltigkeit erhalten und setzen uns dafür ein. Zuletzt hat das am Beispiel der Buchhaltung Wohlers gut funktioniert. Auch in unserem Verein gibt es eine große Vielfalt an Meinungen. Das ist manchmal anstrengend, trotzdem sind die Ziele klar.
Auf der NDR Mediathek gibt es einen sehr schönen Film des St. Georgers Günther Mombächer über den Stadtteil.
In der Reihe “24 Stunden” berichtet der Autor über die verschiedenen Facetten St. Georgs mit vielen bekannten (Stadtteil-) Gesichtern.
Erreichbar über diesen Link.
Am 2. September hatte der Bürgerverein zum gemeinsamen Picknick im Lohmühlenpark geladen. Für zwei Grille und Sitzgelegenheiten hatte der Verein – genauer gesagt: Michael Busse – gesorgt. Dank einer großzügigen Spende von Edeka Niemerszein konnten auch kühle Getränke angeboten werden.
Herrn
Frank Jendrusch
Hansaplatz 1
20099 Hamburg
Hamburg, den 28.05.2012
Lieber Frank Jendrusch,
Sie bewegen Immobilien, schreiben Sie auf Ihrer Internetseite. Sie sind erfolgreicher Makler und seit einigen Monaten direkt im Herzen unseres Viertels, am Hansaplatz, ansässig. Sie sind auch Immobilieneigentümer auf St.Georg.
Auch in diesem Jahr fand die schon traditionelle Boule-Party am 16. September im Lohmühlenpark statt. Wie immer war es auch diesmal der Wettbewerb zwischen Lange Reihe und Steindamm. In diesem Jahr waren Vertreter der dort ansässigen Firmen die Spieler, die gegen die Stammspieler der Langen Reihe antraten. Petrus hatte dafür gesorgt, dass die Engelchen nicht den Himmel putzten und so konnte ohne wetterbedingte Beeinträchtigung die Kugel geworfen oder gerollt werden.
Fünf Tage vorher: Elternabend
Gut zwanzig Erwachsene sitzen auf viel zu kleinen Stühlen. Sie betreten den Raum und vom Flur her hört es sich an, als stünde man vor einer großen Voliere – lauter aufgeregtes Gezwitscher. Wer hat je behauptet, dass die Einschulung nur die Kinder nervös macht? Eine Lehrerin und eine Erzieherin stellen sich artig vor, dann wird es ruhiger und die Vogelschar lauscht mit aufgesperrten Schnäbeln. Am Ende des Abends wurden Kinderfotos weitergereicht, Schulvereinsmitgliedschaften begründet, eine Menge Organisation besprochen und mit Erleichterung festgestellt: alle sind gleichermaßen gespannt und können den großen Tag kaum erwarten.
Am Abend davor:
Der Schulranzen steht bereit. Die Großeltern sind angereist. Die Paten kennen die Adresse der Schule – aber das Kind schläft einfach nicht. Es platzt fast vor Aufregung und das ganze Zappeln muss einfach raus. Es hilft nichts: heute Abend wird das Kind, auch wenn es dem schon längst entwachsen ist, nur in Mamas Arm einschlafen. Irgendwer muss das Gezappel einfach festhalten. Mit der Methode ist innerhalb von zwei Minuten Ruhe.
St. Georg ist Ort der Vielfalt. Vielfalt der Religionen, der Meinungen und Weltanschauungen, der Lebensarten und Menschen und damit verbunden die Toleranz haben den Stadtteil lebens- und liebenswert gemacht.
Wir haben im Stadtteil seit Jahrzehnten mit all den Problemen gelebt, die Hamburg nicht haben wollte und die Hamburg an den Rand der Stadt –eben nach St. Georg- gedrängt hat. Drogen, Dealer Prostitution, Kleinkriminalität, alles dies ist für St. Georg nichts Neues. Wir haben gelernt, hiermit umzugehen, was aber nicht heißen soll, sich hiermit abzufinden.
Es ist Winter, überall liegt Schnee. Die Alster ist wunderschön, aber der Wind ist dort so eiskalt, dass die meisten Passanten zusehen, dass sie das Alsterufer ganz schnell hinter sich lassen. Schon von weitem hört man, dass im Lohmühlenpark das Leben tobt: das Quietschen der Kinder auf den Schlitten, dazwischen kurze Schreie, ein Aufheulen, wenn es einen Auffahrunfall gab. Eltern hasten dazu, entwirren das Knäuel aus Kindern und Kufen und das Rutschen und Schlittern geht weiter. Derweil ziehen sich die Eltern an den Rand zurück, warten ergeben darauf, dass das Frieren stärker wird als die Lust am Rodeln. Die Geübten ziehen Thermoskannen mit heißem Kakao aus der Tasche oder lassen sich im Park-Haus mit Glühwein versorgen.
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